Leseförderung am Max-Rill-Gymnasium: Autor Harald Kiesel reißt die Unterstufe mit in seine Bücherwelten

Harald Kiesel weiß, wie´s geht: Reden über Bücher und Bücher sowieso können auch im digitalen Zeitalter begeistern! Als Buch- und Drehbuchautor, langjähriger Programmchef und Cheflektor großer Kinder- und Jugendbuchverlage verrät er, wie aus einer Idee ein gutes Buch entsteht, und führt seine faszinierten Zuhörer in die Universen ihrer wohlbekannten Helden Greg aus „Gregs Tagebuch“ oder Rod Roderick, der 13 ist „und ein echt cooler Typ“, wie der Klappentext von „Chill mal Alder“ verrät. Sandra aus der 7. Klasse überrascht Kiesel damit, dass sie mehrere Passagen aus Gregs Tagebücher zitieren kann und seine Vorlesetexte ergänzt und der Sechstklässler Noel möchte alles über den Werdegang eines Autors wissen. „Die wilden Kerle“ sind zwar nicht mehr in aller Munde, aber den Schülern dennoch ein Begriff: Als Kiesel anzitiert: „Alles ist gut, solange …“ kommt mehrstimmig „… du wild bist!“ zurück. Eines seiner neuesten Projekte ist das Buch zum Film „Das schönste Mädchen der Welt“, eine moderne Cyrano de Bergerac-Geschichte. Hier sind die Schüler ganz Ohr, da sie gerade selbst ihre erste Filmerfahrung hinter sich haben – das ZDF drehte den Zweiteiler „Gipfelstürmer – Das Berginternat“ unter anderem im Schloss des Max-Rill-Gymnasiums. Kameras und Filmcrew waren für sie über Wochen allgegenwärtig.

Nach der Stunde mit Harald Kiesel herrscht wildes Gedränge am Büchertisch, den er aufgebaut hat, um nicht nur abstrakt Geschichten zu erzählen, sondern um sie auch zum Anfassen an die zukünftigen Leser zu bringen. Seine Rechnung ging auf!

Leseförderung bedeutet am Max-Rill-Gymnasium nicht nur die Teilnahme an Lesewettbewerben, sondern die vielfältige Berührung mit der Welt des Lesens – die kontinuierliche Ausstattung des altehrwürdigen Bibliothekraumes mit den neuesten Bänden der aktuellen Jugendliteratur durch eine engagierte Bibliotheksgilde, Klassikerausgaben und Wissensbüchern – und schließlich die lebendige Berührung mit „Büchermachern“.