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Wissenschaftswoche am Max-Rill-Gymnasium: Antisemitismus und Zionismus

Im Rahmen unserer Wissenschaftswoche setzte sich der 11. Jahrgang, aufgeteilt in vier Arbeitsgruppen, intensiv mit dem Thema Antisemitismus aus unterschiedlichen Perspektiven und Diskursfeldern auseinander. Ziel des Projekts war es, historische Zusammenhänge zu verstehen, aktuelle Erscheinungsformen zu reflektieren und einen differenzierten Blick auf ein Thema zu entwickeln, das sowohl gesellschaftlich als auch historisch von großer Bedeutung ist.

Unter der Leitung von Dr. Di Palma, Geschichts- und Deutschlehrer sowie Privatdozent an der Universität Wien, untersuchten die Schülerinnen und Schüler historische Hintergründe, gesellschaftliche Entwicklungen und gegenwärtige Debatten. In ihren Arbeitsgruppen setzten sie sich kritisch mit Quellen, literarischen Texten sowie aktuellen medialen Diskursen auseinander und entwickelten eigene Fragestellungen und Perspektiven.

Die vier Projektgruppen widmeten sich dabei jeweils einem eigenen Themenfeld:
Gruppe 1 untersuchte unter dem Titel „Antifaschismus und Antisemitismus in der DDR: Zwei Seiten derselben Medaille?“ historische und ideengeschichtliche Zusammenhänge.
Gruppe 2 beschäftigte sich mit literarischen Perspektiven im Projekt „Zwischen Erinnerung und Sprache: Antisemitische Gewalt in den Gedichten von Paul Celan und Nelly Sachs“.
Gruppe 3 analysierte aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus im digitalen Raum am Beispiel von „Antisemitismus auf TikTok“.
Gruppe 4 widmete sich dem Thema „Antisemitismus und Zionismus im rechten US-Influencer-Milieu seit 2020“ und untersuchte neue ideologische Verknüpfungen im Online-Diskurs.

Als inhaltlicher Leitgedanke begleitete die Woche ein Zitat der israelischen Historikerin Shulamit Volkov: „Der Antisemitismus ist die Chiffre der Moderne.“ Dieses Motto diente den Schülerinnen und Schülern als Ausgangspunkt für die Frage, wie sich antisemitische Denkweisen historisch entwickelt haben und in welchen Formen sie bis in die Gegenwart fortwirken.

Wir sind stolz auf die Ergebnisse, die differenzierte Herangehensweise und den Mut unserer Schülerinnen und Schüler, sich so reflektiert und verantwortungsbewusst mit einem komplexen und sensiblen Thema auseinanderzusetzen.