Suchtprävention am Max-Rill-Gymnasium
Begegnung mit Christian Probst vom Verein Leitbild Mensch e. V.
Im Rahmen unserer schulischen Präventionsarbeit hatten die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe heute die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema Sucht und ihren Hintergründen auseinanderzusetzen. Als Referent war Christian Probst bei uns zu Gast – Diplom-Sozialpädagoge (FH), staatlich anerkannter Erzieher und Gründer der „Ambulanten Jugend- und Familienhilfe“ in Holzkirchen, die er seit 2006 freiberuflich führt . Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit engagiert er sich ehrenamtlich als 1. Vorsitzender des Vereins „Vorbild Jugendlicher – Leitbild Mensch e. V.“
In seinem Vortrag stellte Herr Probst die Frage: Was ist der Mensch wert? Und: Wonach sehnen wir uns, wenn wir in eine Sucht geraten? Dabei wurde deutlich: Sucht hat viele Gesichter – sie zeigt sich nicht nur in der Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Cannabis oder Medikamenten, sondern auch in digitalen Formen wie dem exzessiven Konsum von Social Media, Computerspielen, Zocken oder dem Smartphone.
Herr Probst schilderte aus seiner langjährigen Praxis, wie Suchterkrankungen entstehen können, aber auch, wie man Wege aus der Abhängigkeit finden kann – mit Unterstützung, Verständnis und dem Wunsch, etwas zu verändern. Besonders berührend waren seine Einblicke in die Arbeit mit ehemals Abhängigen, die heute selbst als Streetworker tätig sind und durch ihre Lebensgeschichten andere Menschen erreichen.
Sein Ansatz: präventiv arbeiten, ehrlich hinschauen, menschlich begleiten. Statt moralischer Urteile geht es darum, jungen Menschen Orientierung zu geben, sie zu stärken – und sie in ihrer Lebensrealität ernst zu nehmen.
Wir danken Herrn Probst herzlich für seinen Besuch und die offenen Impulse.



