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Digitale Lebenswelten erfordern digitale Kompetenzen

Ein einziger Klick kann alles verändern. Ein Foto, eine Nachricht oder ein scheinbar harmloser Trend können im Internet Folgen haben, die sich nicht einfach wieder rückgängig machen lassen.

Am 14.07.2026 besuchte der Kriminalbeamte Paul Kosbi das Max-Rill-Gymnasium und informierte unsere Schülerinnen und Schüler über die Chancen, aber vor allem auch über die Gefahren der digitalen Welt. Sein Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Medienkompetenz und ein verantwortungsvoller Umgang mit Smartphones, sozialen Netzwerken und Online-Spielen geworden sind.

Datensicherheit und Datenschutz

Der Schutz persönlicher Daten beginnt bei jedem selbst. Vorsicht ist bei Phishing-Mails, betrügerischen Nachrichten und öffentlichen WLAN-Netzwerken geboten, denn Kriminelle versuchen häufig, Passwörter und persönliche Informationen zu stehlen.

Regelmäßige Updates, sichere Passwörter sowie Sicherheitsfunktionen wie Face ID oder Fingerabdruck schützen Geräte zusätzlich vor unbefugtem Zugriff. Auch die Datenschutz-Einstellungen von Apps wie WhatsApp, Instagram, TikTok oder Snapchat sollten bewusst geprüft werden. Persönliche Informationen und Bilder sollten nur mit Menschen geteilt werden, denen man wirklich vertraut.

Gefahren durch Trends und Gruppendruck

Soziale Netzwerke leben von Aufmerksamkeit. Viele Jugendliche möchten dazugehören oder besonders auffallen. Doch manche Trends und Challenges können gefährlich oder sogar lebensbedrohlich sein. Mutproben, riskante Aktionen für Likes oder extreme Wettbewerbe zeigen, wie wichtig es ist, nicht jedem Trend blind zu folgen.

Bilder und Videos: Ein Klick kann Folgen haben

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war der Umgang mit Bildern und Videos. Aufnahmen aus geschützten Bereichen wie Umkleiden oder Toiletten sind absolut tabu und können strafbar sein (§ 201a StGB).

Auch Sexting und das Weitergeben intimer Bilder bergen große Risiken. Solche Inhalte können missbraucht, zur Erpressung verwendet und innerhalb kürzester Zeit unkontrolliert verbreitet werden. Auch das unerlaubte Bearbeiten oder Veröffentlichen von Bildern anderer Menschen kann rechtliche Folgen haben.

Die wichtigste Regel lautet: Was einmal im Internet verbreitet wurde, lässt sich oft nicht mehr vollständig zurückholen.

Vorsicht beim Online-Gaming

Auch Online-Spiele sind Orte, an denen Kontakte mit Fremden entstehen können. Nicht jeder Gesprächspartner hat gute Absichten. Manche versuchen, Vertrauen aufzubauen, persönliche Daten zu erhalten oder unangemessene Inhalte zu verschicken.

Deshalb gilt: Keine privaten Informationen oder Bilder an Unbekannte senden und bei unangenehmen Kontakten sofort Hilfe holen.

Verantwortung in der digitalen Welt

Der Vortrag von Herrn Kosbi machte deutlich: Digitale Kompetenzen sind heute genauso wichtig wie Lesen, Schreiben oder Rechnen. Kinder und Jugendliche brauchen Wissen, Orientierung und klare Regeln, um sich sicher im Internet bewegen zu können.

Ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten, Respekt gegenüber anderen Menschen und das Wissen über rechtliche Grenzen helfen dabei, die Chancen der digitalen Welt zu nutzen und gleichzeitig Gefahren zu vermeiden.

Denn manchmal reicht ein einziger unüberlegter Moment aus, um Folgen auszulösen, die noch lange spürbar bleiben.