Lernkultur – mehr als Unterricht!

Fundierte Wissensvermittlung und Persönlichkeitsbildung sind, im Sinne einer ganzheitlichen Bildung an Kopf, Herz und Hand, mehr als Unterricht. Wir folgen dem staatlichen Lehrplan, setzen aber eigene Schwerpunkte. Als zentral erachten wir eine soziale, ästhetisch-kreative, politische und interkulturelle Bildung und Erziehung. Wir wollen die individuellen Begabungen und Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler fördern und sie zu selbstständigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten ausbilden.

Es ist uns dabei ein Herzensanliegen, dass unsere Schülerinnen und Schüler soziale Kompetenzen in der Interaktion mit Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen und mit verschiedenen kulturellen und sprachlichen Hintergründen erwerben.
Soziale Kompetenz bedeutet auch, sich Führungsqualitäten anzueignen – zu sehen, wie man erfolgreich mit Menschen umgehen und sie zur gemeinsamen Arbeit motivieren kann. Diesen Zielen dienen unsere profilgebenden Schwerpunkte, die von weiteren besonderen Lernangeboten aus den verschiedenen Fächern ergänzt werden. Wissensaneignung geschieht im Rahmen eines strukturierten Ganztages, in dem sich Unterrichts-, Lern-, Projekt- und Prüfungsphasen sinnvoll ergänzen.

Bildung für die Zukunft ist diszipliniertes, synthetisches und kreatives Denken, ergänzt durch respektvolles und ethisches Handeln.

(Lesen sie mehr dazu in „Was ist gute Bildung“ Auszug aus der Abiturrede 2015 / PDF im Downloadbereich)

Lernkultur

Sozialwissenschaftlicher Zweig

Das Max-Rill-Gymnasium ist ein Modellgymnasium im Sozialwissenschaftlichen Zweig – wir sind in Bayern führend und beispielgebend: unsere langjährigen Fachlehrer für Sozialkunde haben den Lehrplan für das Sozialwissenschaftliche Gymnasialprofil mit entwickelt und ein für die bayerischen Gymnasien zugelassenes Lehrwerk („Im Fokus“, Schöningh–Verlag) geschrieben und herausgegeben. Sie können daher eine exzellente fachliche Ausbildung garantieren.

Die Themen in den Profilfächern ab Klasse 8 und das 100-stündige Sozialpraktikum in den Klassen 9 und 10 führen an politische Verantwortungsbereitschaft heran und schärfen die soziale Kompetenz.
In den Jahrgangsstufen 11 und 12 können die Schülerinnen und Schüler ihr Schulprofil vertiefend in Sozialkunde und in Sozialwissenschaftlichen Arbeitsfeldern weiterführen. Themen in der Oberstufe sind u.a.:

  • Die Gesellschaftsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland
  • Der soziale Wandel und damit verbundene Herausforderungen für Staat und Gesellschaft
  • Grundzüge politischer Systeme der Gegenwart:  demokratischer Verfassungsstaat und freiheitsgefährdende politische Ordnungen
  • Frieden und Sicherheit als Aufgabe der internationalen Politik (UNO, NATO)
  • Chancen und Probleme der Globalisierung für nationale Politik. Insbesondere auch unsere internationalen Schülerinnen und Schüler lernen für ihre Integration und die weitere Bildungslaufbahn wesentliches Wissen zum Verständnis der deutschen Gesellschaft und der westeuropäischen Weltanschauung.

(Lesen sie mehr dazu in „Sozialpraktische Grundbildung“ / PDF im Downloadbereich)

Soziales Lernen und Verantwortung

Die fachliche Ausbildung in Sozialkunde, Wirtschaft und Recht findet ihr Pendant im täglichen Handeln an unserer Schule im sozialen Lernen: in der Klassenstunde, bei sozialen Diensten, in Sport, Theater und Musik. Unser Bekenntnis zur gewünschten Diversität der Schülerschaft und die Bereitschaft zur Aufnahme auch von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf zeigen als konkretes Handeln, dass wir soziales Lernen nicht nur lehren, sondern auch selbstverständlich leben. 

Einige Beispiele:

  • Soziales Lernen in der Klasse

    So führen unsere Schülerinnen und Schüler von der Klasse 5 bis zur Klasse 12 unter Leitung bzw. Moderation ihres Klassenleitungsteams eine wöchentliche gemeinsame Klassenstunde jeweils Freitagmittag zum Abschluss der Schulwoche durch. Hier findet soziales Lernen in der Gemeinschaft statt. Inhalte der Klassenstunde können sein: Gespräche, Spiele, Lernorganisation, aber auch Geländedienst.

  • Soziale Dienste

    Zu den Mahlzeiten ist jeder einmal verantwortlich für das Eindecken der Tische, den Service, das Abräumen, das Aufräumen. Im Gelände – und das ist sehr groß – wird regelmäßig sauber gemacht. Auch die Klassenräume gehören geputzt. Im Internat ist jeder für sein Zimmer und den Wohnbereich verantwortlich.

  • Solidarisches Handeln

    Zu Veranstaltungen wie dem Adventsmarkt und dem Tag der Offenen Tür sammeln wir Spenden, die wir an feste Partner überweisen: im Ort Reichersbeuern an die Heilpädagogische Tagesstätte und an die Freiwillige Feuerwehr, im Einzelfall wie in 2016 an eine Flüchtlingsinitiative. Weiterhin erhielt unsere Partnerschule in Nairobi regelmäßig Zuwendungen.

Das Klassenleitungsteam verabschiedet ihre Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende mit einem Brief, in dem die Erlebnisse als Erinnerung zusammengefasst werden

(Lesen sie mehr dazu in „Brief an unsere Klasse“ / PDF im Downloadbereich)

Theater

Theater leistet einen entscheidenden Beitrag für die Selbstfindung junger Menschen. Theater verlangt ein hohes Maß an Disziplin und Bereitschaft – alles steht und fällt mit der Zusammenarbeit der Beteiligten. Hier, im Theater, erfahren Jugendliche unmittelbar und authentisch, wie es sich anfühlt, mit anderen zusammen auf ein Ziel hin zu arbeiten.

Das Theater am Max-Rill-Gymnasium wurde mehrfach für den Tassilo-Preis für Kultur der Süd- deutschen Zeitung nominiert. Die Nominierung spricht für die weit überdurchschnittliche Qualität unseres Laien-Schultheaters. (Bei Schultheater-Wettbewerben können wir uns nicht bewerben, da unsere Aufführungen den vorgegebenen Rahmen von einer Stunde mit einer Aufführungsdauer von anderthalb bis zwei Stunden sprengen.)

Systematisch entwickeln wir die Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler:

  • Improvisatorische Übungen im Rahmen des Lektürekurses in Deutsch in Präsentationen: szenische Lesungen, Monologe aus der Sicht einer Person etc.
  • Heranführung an Textpräsentationen durch Lesewettbewerbe
  • Theatergilden in der Unter- und Mittelstufe
  • Wahlkurs „Theater Und Film“ in der Oberstufe
  • Ausbildung in Kampfsport, Tanz, Choreografie, Improvisation, Licht und Bühnentechnik oder dramaturgischer Arbeit in der Umsetzung von Theaterstücken

Im Vordergrund steht die Erarbeitung von ausgefallenen und meist zeitgenössischen Produktionen. Unsere Ambition ist es zudem, mit besonders talentierten Schülern passende Stücke mit ausschließlich jugendlicher Besetzung auf einem professionellen Niveau zu erarbeiten und dann auch außerschulisch aufzuführen, z.B. in der Black Box im Münchner Gasteig, im Holzkirchner Kulturhaus Oberbräu u.a.

(Lesen sie mehr dazu in „Theater Konflikt und Selbstfindung“ / PDF im Downloadbereich)

Musik und Kunst

Musik und Kunst machen Freude, fördern die Kreativität und sind eine der besten Formen der individuellen Entwicklung. Ohne Ästhetik wären Form und Funktion ohne Ausdruck und Emotion. Musik und Kunst eröffnen uns einen ganz eigenen Zugang zur Wahrnehmung unserer selbst und der Welt um uns. Unsere Schüler haben folgende Entwicklungsmöglichkeiten in der ästhetischen Bildung:

  • Chorunterricht in allen Klassen im Rahmen des Musikunterrichts und der Gilde
  • Gesangsausbildung als Einzelunterricht
  • Instrumentalausbildung bei qualifizierten Fachlehrern (Klavier, Trompete, Posaune,
  • Schlagzeug; weitere Instrumente in der nahegelegenen Musikschule)
  • Mitwirkung in der Schulband (Rock- und Popmusik)
  • Mitwirkung in der Jazzformation
  • Belegung des Wahlkurses „Vokalensemble“ in der Oberstufe
  • Belegung der Kurse Musik oder Kunst in der Oberstufe
  • Belegung von Projektseminaren in der Oberstufe im Bereich Medienerstellung und Bühnenbildbau

Sport

Sport fordert heraus, sich mit sich selbst und anderen zu messen – in Einzel- und Mannschaftssportarten. Sich selbst überwinden und weiter zu laufen, weiter zu kämpfen, sich im Training zu disziplinieren, im Wettkampf auf den Punkt zu konzentrieren – Durchhaltevermögen, Teamgeist, Siegeswillen – all dies braucht man auch beim Lernen. Regelmäßiger Sport fördert das Lernen genauso nachhaltig wie Musizieren. Wir haben daher ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten und Herausforderungen:

  • Unsere jährliche dreitägige Bergtour in den Alpen, bei der die Klassen sich dem Alter entsprechenden Touren stellen, im Karwendel, im Steinernen Meer, im Rofan- und im Kaisergebirge
  • Viele Gilden, in denen Ballsport-, Wassersportarten, outdoor-Aktivitäten und andere Sportarten betrieben werden können (vgl. Link Gilden)
  • Jährliche Olympiaden in Winter- und Sommersportarten
  • Freundschaftsspiele gegen Schulen und Klubs der Umgebung
  • Auf unseren schuleigenen Anlagen: in der Halle, auf dem Hartplatz, auf dem Gelände, im Fitnessraum, in den Schwimmhallen der Umgebung, in den Alpen
  • Außerdem kann man Mitglied in einem der unzähligen Sportvereine der Umgebung werden, z.B. im Eishockey, Golf, Tennis

(Lesen sie mehr dazu in „Sportkonzept“ / PDF im Downloadbereich)

Interkulturelles Lernen

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung unserer Schülerschaft sind wir tagtäglich aufgefordert, miteinander interkulturell zu lernen. Dies geschieht

  • Im Unterricht
  • In Projekten wie zum Tag der Offenen Tür und zum Tag der Demokratie
  • Bei Gastelternwochenenden
  • Beim Schüleraustausch
  • Bei Studienfahrten
  • Und natürlich im täglichen Miteinander.

(Finden sie mehr zu diesen Themen in den Menüpunkten unter „International“)

Unsere Schwerpunkte im Sozialwissenschaftlichen Zweig, im Sozialen und Interkulturellen Lernen, im Theater, mit Musik und Sport bilden den Rahmen für viele weitere besondere Lernangebote im Unterricht in den verschiedenen Fächern:

Intensivierungsunterricht in Kernfächern

In den Kernfächern Mathematik, Fremdsprachen und Deutsch findet zusätzlicher Übungsunterricht in allen Jahrgangsstufen im Regelstundenplan statt.
An Samstagen an Internatswochenenden werden die Kernfächer im Block von je zwei Zeitstunden als Übungseinheit verpflichtend für die internen Schüler durchgeführt. Externe Schüler können sich zum Samstagsunterricht anmelden.

Lektüre

Wir stützen das Kern- und Leitfach Deutsch mit einer wöchentlichen Lektürestunde, in der Texte nicht nur gelesen, sondern besprochen, beschrieben, erspielt und inszeniert werden. Ziel sind ein tieferes Textverständnis sowie natürlich die Freude am Lesen längerer Texte in dicken Büchern.

Anwendungsorientierte Mathematik mit CAS

Mit Klasse 10 wird das Rechnen mit dem Computer-Algebra-System-Taschenrechner, kurz CAS-Rechner, mit einer zusätzlichen Wochenstunde im Fach Mathematik an unserer Schule eingeführt. In der Oberstufe findet weiterhin mit CAS-Rechnen angereicherter Mathematik-Unterricht statt. So ermöglicht das Max-Rill-Gymnasium den Schülerinnen und Schüler die Auswahl zwischen einem konventionellen Mathematik-Abitur und einem sogenannten CAS-Abitur, welches erst seit wenigen Jahren in Bayern möglich ist.
In Bayern führen nur sehr wenige Modellschulen CAS-Mathematik-Unterricht durch, in der Regel Gymnasien mit einem naturwissenschaftlich-technologischen Zweig. Als Gymnasium mit einem sozialwissenschaftlichen Zweig nehmen wir mit dem Angebot eines CAS-Mathematik-Unterrichts einen besonderen Platz in der Schullandschaft ein.

(Lesen sie mehr dazu in „CAS Mathematikunterricht“ / PDF im Downloadbereich)

Moderne Fremdsprachen

In den modernen Fremdsprachen Englisch und Französisch ist uns ein regelmäßiges Lernen wichtig. Dem kommen wir mit einer Verrechnung von Großen zu Kleinen Leistungsnachweisen (Schulaufgaben zu Kurzarbeiten und mündlichen Noten) im Verhältnis von 1:1 und nicht von 2:1 wie üblicherweise an staatlichen Schulen gehandhabt, entgegen. Wir legen großen Wert auf ein mündliches Einüben der Sprache und halten daher verstärkt mündliche Teile in Schulaufgaben ab.

Naturwissenschaften

Experimente und Exkursionen haben sicher einen Anteil an der Beliebtheit der Naturwissenschaften bei uns. In der Oberstufe finden sich regelmäßig Kurse in Chemie, Physik und Biologie.

Ethik und Religion

Unsere Schule ist konfessionell nicht gebunden. Wir bieten durchgängig von der Klasse 5 bis zur Klasse 10 Unterricht in Ethik und Katholischer Religion an, ab Klasse 10 in Evangelischer Religion. Die Klassen werden übergreifend in zwei Jahrgängen unterrichtet, bei übergreifenden Themen in Ethik und Religion lernen die Gruppen zusammen.

Lernen mit modernen Medien

Wir haben unsere Klassenräume technisch z.B. mit W-LAN und interaktiven Beamern ausgestattet. In der Oberstufe arbeiten viele Schüler mit einem eigenen Notebook. Ab dem Schuljahr 2016/ 17 möchten wir eine Notebook-Klasse im Jahrgang 9 auf Wunsch und Antrag der Schüler einführen. Wir haben langfristig nicht das Ziel, das Schreiben mit der Hand auf Papier abzuschaffen. Methoden und Medien müssen sich in einem ausgewogenen Verhältnis beim Lernen ergänzen.

Lernzeit

Täglich haben die Schüler mindestens einer Lernzeit-Einheit zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und von Leistungserhebungen.

(Lesen sie mehr dazu in „Lernzeit“ / PDF im Downloadbereich)

Förderkurs „Lesen und Schreiben“

Schüler mit einer diagnostizierten Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche werden in einem Kurs „Lesen und Rechtschreiben“ gefördert. Im Mittelpunkt stehen aber nicht nur Übungen, sondern auch die Auseinandersetzung mit der oft als Makel empfundenen Diagnose und einem eingeschränkten Willen zur Bewältigung der Herausforderung, das Lesen und Schreiben zu erlernen.

(Lesen sie mehr dazu in „Umgang mit Legasthenie und LRS“ / PDF im Downloadbereich)

Lerncoaching

Kinder und Jugendliche mit Problemen in der Lernorganisation werden von unserem Lerncoach unterstützt bei der Arbeitsplatzgestaltung, bei der Erstellung von Lernplänen und der Erarbeitung von effektiven Lernstrategien. Ziel ist die zunehmende Selbständigkeit im Lernen.

(Lesen sie mehr dazu im Menüpunkt „Gymnasiasten mit Förderbedarf“)

Exkursionen und Studienfahrten haben einen Bildungswert und sie schaffen Gemeinschaftserlebnisse.

Bergtouren

Jährlich zu Schuljahresbeginn machen sich alle Klassen in die Berge auf, von den einen eine heiß geliebte, von den anderen eine gefürchtete Tour. Jeder muss seinen Rucksack von Hütte zu Hütte schleppen – da wiegt jedes Gramm doppelt. Jungen helfen den Mädels. Am Abend ist jede Müh und Anstrengung vergessen. Was bleibt, sind gemeinsame oft unvergessliche Erlebnisse in der Natur.

Skilager

Jährlich begeben sich die Klassen 5 bis 8 ins Skilager nach Sterzing/ Italien und Hochfügen/ Österreich.

Besinnungstage

Die Klasse/n 10 fahren für drei Tage in das Begegnungszentrum Benediktbeuern oder die Siedlung Königsdorf, um sich dort Fragen des Miteinander und der Weltanschauung zu stellen.

Wissenschaftspropädeutische und Projektseminare (W- und P-Seminare)

Die Klasse/n 10 gehen in einen zwei- bis dreitägigen Such- und Findungsprozess für ihre Seminarthemen der Oberstufe. Sie sammeln Themen, sondieren, entwickeln, verwerfen, clustern wieder, recherchieren, diskutieren, beginnen von vorn. Schließlich stellen sie ihre Themenideen den Lehrern vor – mitunter skurrile Projektideen, aber es hat sich bisher noch immer etwas ergeben. Und so sind fast alle in der Oberstufe begeistert bei den Seminaren dabei, deren Themen sich oft im Profilfeld unserer Schule bewegen – bei Theater, Film, sozialwissenschaftlichen Arbeitsfeldern, aber auch in Geschichte und Physik.
(Lesen sie mehr dazu in „Die Seminare in der Oberstufe“ / PDF im Downloadbereich)

Studienfahrt nach Berlin

Die Klasse 11 unternimmt im Rahmen des Sozialkundeunterrichts eine einwöchige Studienfahrt in unsere Hauptstadt Berlin. Auf dem Programm stehen der Besuch des Reichstages, von Stätten deutscher Geschichte, des Holocaust-Mahnmals. Nicht wenige beschließen dann, vom vergleichsweise beschaulichen München ins pulsierende Berlin zum Studium zu gehen.

Studienfahrten zu unseren Partnerschulen

Wir möchten uns Kontakte zu Partnerschulen im Ausland aufbauen. Begonnen haben wir dieses Jahr mit Moskau, wo wir am Ersten Europäischen Gymnasium „Peter der Erste“ zu Gast waren. Weitere Partnerschulen in China, Schottland und Frankreich sind in unserem Plan.

Internatsfahrt

Das ganze Internat ist im Sommer unterwegs an einem verlängerten Wochenende – das kann in den Europapark Rust oder in ein Erlebniszentrum in Österreich oder der Bayrische Wald sein. Alle wachsen noch besser als Gemeinschaft zusammen.

Wir beraten unsere Schülerinnen und Schüler mit Beginn der Klasse 10 über die Voraussetzungen für den Eintritt in die Kursstufe. In den Klassen 11 und 12 werden die Lerner von einem Team aus Klassenleitung und Oberstufenleitung eng begleitet.
Aufgrund der Standardisierung der Kursstufe am Gymnasium ist die Auswahl an Fächern begrenzt. Wir bieten intensiven Unterricht in überschaubar großen Lerngruppen bei einer Auswahl an profilgebenden Lernangeboten:

  • Die Fächer Mathematik und Deutsch sind im bayerischen G8 verpflichtende schriftliche Abiturprüfungsfächer. Um intensiv darauf vorzubereiten, wird die Klasse bzw. werden die Klassen für eine Übungsstunde in zwei Gruppen mit jeweils 8 bis 11 Lernern aufgeteilt. Die Schüler erhalten zudem eine Stunde mehr Mathematikunterricht aufgrund unserer Vermittlung der Arbeit mit CAS (Computer-Algebra-System-Rechner).
    (Lesen sie mehr dazu in „CAS Mathematikunterricht“ / PDF im Downloadbereich)
  • An jedem Samstagvormittag eines Internatswochenendes finden Übungsstunden in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch ergänzend zum regulären Unterricht statt. Diese Übungsstunden sind verpflichtend für interne Schüler. Externe Schüler haben die Möglichkeit, das Lernangebot zu nutzen.
  • Im Wahlfachbereich bieten wir die Kurse „Vokalensemble“ (mit Einzel-Gesangsunterricht) und „Theater und Film“ an.
  • Die Themen für die Projekt- und Wissenschaftspropädeutischen Seminare erarbeiten sich die Schüler im Rahmen einer Projektwoche in Klasse 10. Sie bewerben sich anschließend bei der Lehrerschaft für die Einrichtung der Projekte. Wir fördern die Einrichtung von Seminaren in unseren Profilbereichen Musik/ Theater und Sozialwissenschaften sowie in den Kernfächern Deutsch und Mathematik/ Naturwissenschaften. Die Seminare finden im Block rollierend an verschiedenen Wochentagen und jeweils zum Schuljahresende und –anfang statt.
  • Wir stellen den Oberstufenschülern einen eigenen Arbeitsbereich zum Studium in unserer Bibliothek und im angrenzenden Projektraum (mit Anschlüssen für Notebooks) zur Verfügung, wo die Schüler in Kernzeiten betreut werden.

Lernen im Bildungsgang des 8-jährigen Gymnasiums bedeutet Lernen im Ganztag. Wesentlich für einen gelungenen Tag sind die richtige Abwechslung von Konzentration und Entspannung, von Lernzeiten und Erholung. Wir haben einen klar strukturierten Tagesablauf für alle  Schülerinnen und Schüler:

Uhrzeit Tagespunkt
Vormittag Ab 7.30 Uhr Abholen der externen Schüler und Schülerinnen am Bahnhof Reichersbeuern
7.55 Uhr Anwesenheit im Klassenzimmer
8.00 Uhr Beginn des Unterrichts: Erste Doppelstunde
9.30 Uhr Zweite Frühstückspause im Schloss
9.50 Uhr Zweite Doppelstunde
11.20 Uhr Kurze Pause
11.30 Uhr Dritte Doppelstunde
13.00 Uhr Beginn der Mittagspause / Freitags Unterrichtsschluss
Nachmittag 13.10 Uhr Gemeinsames Mittagessen
Ca. 13.40 Uhr Mittagspause im Schülercafé, der Turnhalle, der Bibliothek, auf dem Gelände
14.10 Uhr Nachmittagsunterricht und Lernzeiten
14.55 Uhr Kurze Pause für Raumwechsel
15.00 Uhr Nachmittagsunterricht und Lernzeiten
15. 45 Uhr Unterrichtsschluss
16.00 Uhr Teilnahme an sportlichen oder kreativen Gilden
bis 17.15 Uhr Ab Klasse 8 – 12 an einzelnen Tagen ggf. noch Unterricht Zusätzliche Betreute Lernzeiten und Lerncoaching

Erläuterungen:

  • Das Lernen findet überwiegend in Doppelstunden statt. Dies ermöglicht zum einen die Konzentration auf eine überschaubare Zahl an Fächern pro Tag und deren gezielte Vorbereitung, als auch das Erarbeiten und das Einüben des Lernstoffes in intensiver, Form mit einem hohen Anteil an Übungen und Still-, Partner- und Gruppenarbeit Z.B. auch bei Experimenten im naturwissenschaftlichen Unterricht.
  • Lernzeiten ergänzen den Unterricht. Die Schüler arbeiten individuell und in Kleingruppen an Aufgaben aus den Kernfächern und sie bereiten die angesagten Tests und Schulaufgaben vor. Vorausschauende Planung und eine genaue Reflektion der notwendigen Lernaufgaben sind gefragt. Die Schüler werden dabei von ihren Lehrern unterstützt.
  • Die erste und zweite Pause bieten wir Verpflegung aus unserer Küche an: hochwertiges, selbstgemachtes Essen – zum Frühstück belegte Brote, Obst, Kuchen; zum Mittag ein Drei-Gänge-Menü mit Salaten, Antipasti, einem vegetarischen und nicht-vegetarischen Gericht, einer Süßspeise oder Kuchen als Nachtisch.
  • In diesen Pausen ist auch unser Schülercafé geöffnet, wo es kleine Süßigkeiten und Erfrischungsgetränke zu kaufen gibt.
  • In der Mittagpause nach dem gemeinsamen Essen sind die Turnhalle und die Bibliothek geöffnet und betreut. Viele Plätze auf unserem Gelände laden zum Verweilen ein.
  • Regulär endet der Unterrichtstag um 15.45 Uhr, an jedem Freitag um 13.00 Uhr, vor Ferienbeginn um 12.15 Uhr.
  • Von Montag bis Donnerstag finden ab 16.00 Uhr außerunterrichtliche Angebote, unsere Gilden mit einer breiten Auswahl an sportlichen und kreativen Aktivitäten statt bzw. ab Klasse 8 bis 12 ist noch ein bis zweimal wöchentlich Unterricht.
  • Der Gildenunterricht insbesondere in Theater und Musik wird ergänzt durch Einzelunterricht sowie intensive Probe-Wochenenden.
  • An Samstagen an Internatswochenenden nehmen die internen Schülerinnen und Schüler von 8.30 Uhr bis 12.45 Uhr verpflichtend an Übungsstunden in Kernfächern in kleinen Lerngruppen teil. Externe Schüler dürfen sich zu diesem Intensivunterricht anmelden.
  • Nicht zuletzt braucht es Ordnung in den Unterlagen, um gut lernen zu können: Die Schulbücher erhalten die Schülerinnen und Schüler von uns. Schulmaterial kann bei uns im Schulshop erworben werden. Jedem Fach ist eine Farbe eines Sammelordners zugeordnet, in denen sich alle Materialien befinden, so dass die Schüler diese leicht in ihrer Schultasche finden können und Ordnung halten. Wir befürworten die Weiterführung der Schulhefte über ein Schuljahr hinaus – aus fachlichen Gründen (man weiß, was man gemacht hat und wo es weiter geht) und aus ökologischen Gründen.

Für die internen Schülerinnen und Schüler geht der Tag weiter mit Abendessen, Lernzeit, Freizeit, Nachtruhe. (Lesen sie mehr dazu im Menüpunkt „Internatsleben“)

An unserer Ganztagesschule lernen die Kinder und Jugendlichen gerne und ohne Prüfungsängste. Sie fühlen sich wie in einer großen und vertrauten Familie aufgehoben

Planbares Lernen durch angesagte Tests

Wir machen G8 nicht verantwortlich für den Druck auf die Kinder, sondern wir schauen, wo wir Motivation und damit Erfolge herstellen können. Es ist aus unserer Sicht nur fair, Schülern zu ermöglichen, zu zeigen, was sie gelernt haben und können. Wir gehen davon aus, dass Kinder nach einem langen Schultag nur noch begrenzt in der Lage sind, sich auf den folgenden Tag mit mehreren Fächern vorzubereiten. So haben wir uns entschieden, keine unangekündigten Stegreifaufgaben zu schreiben, sondern Leistungsnachweise planbar zu machen. Die Kinder haben einen umfangreichen Lernplan; Freizeit und Zeit für die Familie soll auch bleiben. Also müssen Familien auch Schule mit ihren Tests besser in ihren Tagesablauf einplanen können.

Umgang mit Tests und Testergebnissen

Unsere Schüler und Eltern erfahren rechtzeitig, wann Tests erhoben werden und zu welchen Lerninhalten. Eltern werden ebenso informiert, wann ein Test herausgegeben worden ist. Wir bereiten Leistungserhebungen sorgfältig vor und besprechen die Ergebnisse nach.
Wir nehmen Rücksicht auf krankheitsbedingte Abwesenheit, räumen Nachholfristen ein und helfen unseren Schülern, Defizite aufzufangen. Wir wollen wissen, was ein Kind gelernt hat und weiß; wir testen nicht auf Nichtwissen. Uns ist bewusst, dass Leistungserhebungen Momentaufnahmen sind und die Entwicklung eines Kindes nur bedingt widerspiegeln. Dies berücksichtigen wir bei Entscheidungen über die Vorrückungserlaubnis.

Lernstandsgespräche

Man weiß aus der Forschung, dass regelmäßige gemeinsame Gespräche zwischen Elternhaus, Schule und dem Kind insbesondere dazu beitragen, das Lernen zu unterstützen. Daher müssen die Kinder und Jugendlichen im Lernstandsgespräch, das zweimal jährlich stattfindet, mit ihrem Klassenleitungsteam und den Eltern ihr Lernen und ihre Arbeitshaltung reflektieren, Ziele formulieren und überlegen, wie man sie (bis zum Schuljahresende) erreichen kann.
Entwicklungsgespräche finden für die Internatskinder statt. Hier geht es um die Integration in eine Gemeinschaft mit ihren Regeln. So nehmen wir alle Beteiligten mit, bleiben ständig im Kontakt und reden nicht aneinander vorbei.

(Lesen sie mehr dazu im Menüpunkt „Lernstandsgespräche“)

Und die immer wieder kehrende Frage nach dem Abiturdurchschnitt

Statistisch gesehen liegt der bayrische Abiturdurchschnitt um die 2,3. Um diesen Schnitt herum bewegt sich auch unsere Schule – aber wir finden nicht, dass dies wirklich entscheidend ist. Wesentlich ist die Einzelleistung eines Schülers und ob er das Beste aus seinem Potential gemacht hat. Zu uns kommen immer wieder auch Schüler, die an ihren bisherigen Schulen fast gescheitert sind, die die Abiturprüfung an ihrer Schule nicht geschafft haben, und die die Klasse 12 dann bei uns wiederholen. Nach gängigen Vorstellungen dürften wir solchen Schülern mit schwachen Leistungen gar keine Chance zur Wiederholung geben und sie aufnehmen – sie gefährden einen guten Abiturschnitt.
Denn:
Möchte eine Schule einen sehr guten Abiturschnitt erreichen, ist es das Einfachste, Schülern mit schwachen Leistungen bereits in den Klassen 11 und 12 keine ausreichenden Möglichkeiten für eine Verbesserung von Klausuren zu geben. Es liegt am pädagogischen Verständnis der Schule und ihrer Lehrer, ob sie Schülerinnen und Schülern mit schwachen schriftlichen Leistungen in Schulaufgaben Möglichkeiten einer deutlichen Verbesserung durch kleine Leistungsnachweise eröffnen. Folgen sind möglicherweise die Wiederholung einer Klasse, die Nichtzulassung zur Abiturprüfung, oder gar der Abbruch der Schullaufbahn.
Nach Wiederholer- und Abbruchquoten in den Jahrgängen 11 und 12 fragt niemand. Für die Öffentlichkeit, auch die Presse, sind das Bestehen der Abiturprüfung und der finale Abiturschnitt einer Schule wichtig.
Dieser einseitige Blick auf den Umgang einer Schule mit Schülern und ihren Leistungen suggeriert, Schulen mit guten Abiturdurchschnitten seien gut, und die mit schwachen Schnitten schlecht. Es verstellt den Blick auf die Leistung einer Schule, die auch und gerade Schüler mit Schwierigkeiten im Lernen annimmt und versucht, sie bis in die Hochschulreife zu qualifizieren.
Und genau das leistet unsere Schule. Wir akzeptieren Schülerinnen und Schüler mit ihren Schwächen im Lernen, in der Arbeitshaltung, im Verhalten. Wir gehen konstruktiv mit Fehlzeiten zum Beispiel aufgrund von Krankheit um. Wir sagen Tests an. Wir versuchen, unsere Schüler auf einen guten Weg zu bringen, ihnen eine positive Entwicklung zu ermöglichen. Wir tun das, weil wir an den Einzelnen und sein Potential glauben und an unsere Fähigkeit als Pädagogen, dieses Potential wecken und fruchtbar machen zu können.

Um auf die Frage zurückzukommen – Lesen sie mehr dazu in „Erfolge und Leistungen“