Gymnasiasten mit Förderbedarf

Seit der Gründung im Jahre 1937 ist es unserem Gymnasium ein Anliegen, Kinder und Jugendliche ungeachtet ihrer sozialen Herkunft und ihrer individuellen Voraussetzungen gemeinsam zu beschulen. Heute ist es unser Selbstverständnis, auch Kindern mit besonderen Voraussetzungen, Erfahrungen und Bedürfnissen eine gymnasiale Bildung zu ermöglichen. Zu uns kommen auch Kinder und Jugendliche z.B. mit

  • Hochbegabung
  • Asperger-Autismus
  • ADHS/ ADS, Legasthenie/ LRS
  • Essstörungen, Allergien
  • emotional-sozialer Beeinträchtigung wie z.B. Depression
  • Seh-, Hörbehinderung
  • Körperbehinderung
  • Versagens- und Prüfungsängsten und mangelndem Selbstwertgefühl
  • Schulunlust, Schulverweigerung
  • sozial negativen Vorerfahrungen wie Ausgrenzung.

Damit die Integration und ein erfolgreiches Lernen und Leben für alle gelingen, treffen wir die Entscheidung für eine Aufnahme in Abhängigkeit von der jeweiligen Klassen- und Gruppensituation und den individuellen Voraussetzungen der Kinder und Jugendlichen. Die überschaubare Größe unserer Schul- und Internatsgemeinschaft ermöglicht eine eng am Kind orientierte Betreuung und Begleitung. Unsere Angebote umfassen eine Vielzahl an Förder- und Unterstützungsangeboten.

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Förder- und Unterstützungsangebote

  • Wir sind eine kleine Schul- und Internatsgemeinschaft mit Klassen von im Schnitt 15 Schülerinnen und Schülern und Gruppen im Internat von acht bis zwölf Kindern und Jugendlichen. Das ermöglicht den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
  • Eine klare Tages-, Wochen- und Jahresstruktur gibt Orientierung.
  • Wir begleiten Kinder und Jugendliche mit einem Lerncoaching durch Arbeitsplatzgestaltung, die Erstellung von Lernplänen und tägliche Begleitung. Die Wiedereingliederung nach längerer schulischer Abwesenheit z.B. nach Krankheit gelingt durch individuelle Unterstützung und bedarfsgerechte Stundenplangestaltung.
  • Mit betreuten Lernzeiten und zusätzlichem Unterricht können Wissenslücken aufgearbeitet werden.
  • Im Förderkurs Lesen und Rechtschreiben unterstützen wir Kinder mit Legasthenie und Lese- und Rechtschreibschwächen.
  • Das soziale Lernen geschieht täglich und mit besonderem Blick auf die Kinder und Jugendlichen in der Klassenstunde, in Praktika, Projekten, bei Gruppenaktivitäten in der Gemeinschaft und bei sozialen Diensten auf dem Gelände, beim Service, im Schülercafé, etc.
  • Aufgrund der Überschaubarkeit unserer Gemeinschaft bleiben uns Konflikte nicht verborgen. Wir entwickeln Konfliktlösungsstrategien mit den Kindern und Jugendlichen und können so wirksam präventiv gegen Mobbing vorgehen.
  • Die Mediennutzung ist begrenzt und wird kontrolliert.
  • Es gibt ein Einzelzimmer für Kinder mit besonderem Bedarf wie z.B. Kinder mit Autismus oder ADHS:
  • Wir berücksichtigen Besonderheiten bei der Ernährung. Unsere Mitarbeiter in der Küche sind im Diätkochen geschult und sie wissen um kulturell bedingte Unterschiede.
  • Mit Eltern haben wir einen Gesprächsaustausch an mindestens vier festen Terminen jährlich bei internen Kindern, an zwei Gesprächsterminen (Lernstandsgespräche) bei Tagesschülern.
  • Schulische und soziale Fördermaßnahmen beraten wir regelmäßig in Konferenzen und im Austausch mit externen Fachleuten.
  • Wir garantieren eine sozialpädagogische Begleitung und Beratung und Schulsozialarbeit durch ein multiprofessionelles Team.
  • Wir sind bei Bedarf im steten Austausch und in Kooperation mit Therapeuten und Ärzten bei ambulanter Behandlung.

 

Ein sehr lesenswerter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 27.Mai 2016 schrieb über das Max-Rill-Gymnasium und den hiesigen Umgang mit autistischen Schülern /-innen. Die Eltern zweier Autisten kämpfen darum, dass ihre Kinder ins private Max-Rill-Gymnasium gehen können, weil die Bedingungen dort für sie angemessener sind.

(Lesen sie den Artikel aus der SZ „Das Leben der Anderen“ / Link im Downloadbereich)

Zusatzinformation

mrg-2016-Veranstaltung_Autismus

Zeitungsartikel zum Thema

Das Leben der Anderen